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Schonender Umgang mit Betonrohren

Euro Verbau verfügt über neueste Generation von Seilzugmaschinen

Seilzugmaschinen sind eine hervorragende Lösung, um Kanalrohre zu bewegen und miteinander zu verbinden. Deshalb sind die kräftigen, kleinen Maschinen auch auf den meisten Baustellen anzutreffen.

Mit der neuesten Generation von Seilzugmaschinen bietet Euro Verbau eine zusätzliche Dienstleistung, die das Verlegen von Kanalrohren noch effizienter macht. Mit einer Zugkraft von bis zu 20 Tonnen (stufenlos einstellbar) sind auch größte Kanalelemente kein Problem. Mit zahlreichen Passungen und Einzelteilen kann Euro Verbau flexibel auf verschiedensten Durchmessergrößen und -formen reagieren. Ein weiterer Vorteil der Technik von Euro Verbau: Die Seilzugmaschinen halten formschlüssig und können nicht verrutschen. Das gewährleistet zudem einen schonenden Umgang mit den Rohren.

Mit den Seilzugmaschinen lassen sich so Rundrohre, Eiprofile und Rechteckrohre schonend bewegen. „Der Kunden sagt uns, was er ziehen will, und wir stellen die passenden Werkzeuge und Materialien zusammen“, so Hubert Bindels, Geschäftsführer Euro Verbau GmbH und Mittentwickler der Seilzugmaschine EVSZ 20. Neben den Seilzugmaschine steht Euro Verbau auch mit seiner Engineering-Kompetenz zur Seite. Aufgrund einer Vielzahl vorrätiger Maschinen bietet Euro Verbau seinen Kunden eine gute Verfügbarkeit zum Kauf oder Miete an.


Lange Kanaldielen ermöglichen aufwändige Bachlauf-Verlegung

Lange Kanaldielen ermöglichen aufwändige Bachlauf-Verlegung
MÖNCHENGLADBACH, 14.7.2020 – Im Velberter Stadtteil Neviges (NRW) werden große Betonrohre mit einem Innendurchmesser von 2 m verlegt. Ab Ende 2020 soll durch sie der Motschenbrucher Bach plätschern und so in sein historisches Bett zurückkehren. Die für die Maßnahme erstellten 7,5 m tiefen Schächte wurden durch lange Kanaldielen geschützt.
Jahrelang wurde das Wasser des Bachlaufs, gemischt mit Abwässern, in eine Kläranlage in Essen abgeleitet. Ende des Jahres soll das Wasser des kleinen Bachs auf 400 m wieder durch ein natürliches Bett mäandern, gebremst von Natursteinen und gesäumt von Sträuchern, Farnen und Bäumen.
In bis zu 7,5 m Tiefe halten die Kanaldielen dem tonnenschweren Druck des Bodens stand.
Die natürliche Romantik der Renaturierungsmaßnahme wird allerdings von der Straße am Rosenhügel und mehreren Versorgungskanälen gestört, die den alten Bachlauf inzwischen kreuzen. Unter diesen hindurch wird der Bachlauf auf rund 70 m durch die neuen Betonröhren geleitet, die bis zu 7 m tief unter der Straße verlegt sind. Für die Baumaßnahme sind insgesamt 1,25 Millionen Euro veranschlagt.

„Nicht alltägliche Herausforderung“
„Wenn man da unten steht, merkt man erst einmal wie tief das eigentlich ist“, berichtet Andreas Iks. Der Bauführer des Straßen- und Tiefbauunternehmens Müller & Bleckmann und seine Kollegen haben mehrmals die 7,5 m tiefen Schächte ausgehoben. „Und die Tiefe ist dabei schon echt eine nicht alltägliche Herausforderung“, erklärt Ingo Schachtschneider, Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens Müller & Bleckmann aus Heiligenhaus. Das betrifft nicht nur die Verlegung der 2,5 m langen und bis zu 11,5 Tonnen schweren Rohrsegmente, für die jedes Mal ein Autokran anfährt. „Dort unten spürt man auch den tonnenschweren Druck des Bodens.“
Um eine Lösung für die Herausforderungen der Nevigeser Tiefe zu finden, hatte sich Schachtschneider im Vorfeld mit Martin Echelmeyer, Vertriebsleiter Rheinland bei der Euro Verbau GmbH, abgestimmt. „Wir sind dann zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die tiefen Schächte am besten mit Kanaldielen von 8,5 m Länge und 60 cm Breite stützen lassen“, so Echelmeyer. Da Kanaldielen in dieser Länge im Mietgeschäft kein Standard sind, fertigte Euro Verbau diese individuell in der Produktionsstätte in Mönchengladbach an und lieferte sie in einem passenden Paket zusammen mit kompletten Dielenkammerelementen mit Spindeln, Verbreiterung und Gurtungen in 3, 4 und 5 m Breite.
Jeweils 10 m lang und 7 m tief ist ein Grubenabschnitt. Der Grund wird zuerst mit Schotter und Sand verdichtet, bevor die Rohrsegmente am Kran einschweben und verlegt werden. An den Seiten ragen die Kanaldielen teilwiese unterschiedlich hoch aus der Grube heraus, je nachdem wie weit sie sich im Boden versenken lassen. Manchmal liegen hier Steine oder Felsen im Weg.


Die Arbeit in mehr als 7 m Tiefe erfordert hohe Zuverlässigkeit in Technik und Material. Hier werden verschiedene Leitungen gequert.

Wenn die Rohre verbunden sind, schütten Andreas Iks und seine Kollegen den Grubenabschnitt zu und beginnen, 10 m weiter wieder auszuschachten und die Wände mit den Kanaldielen abzusichern. Dass dies alles so reibungslos funktioniert, liegt für Ingo Schachtschneider auch an der individuellen Flexibilität von Euro Verbau: „Wir haben zusammen schon einige Projekte erfolgreich gemeistert. Und selten trifft man auf ein Unternehmen, das für jede Anwendung die passende Lösung parat hat und anbieten kann. Euro Verbau deckt mit seinem breiten Portfolio hier auch Spezialfälle ab.“


So kann auch auf Sand gebaut werden

Der Küstenort Noordwijk aan Zee testet erfolgreich Euro Verbau DGPV-Gleitschienensystem im Grobschluff
Was Badeurlauber an der niederländischen Nordseeküste genießen, ist für Bauunternehmungen eine echte Herausforderung: Der feine Sand, auf dem auch Städte errichtet wurden, macht Tiefbauarbeiten zu einer delikaten Aufgabe und erfordert besonderes Feingefühl: Zu starkes Rütteln kann den benachbarten Boden destabilisieren und umliegende Häuser beschädigen. In der südholländischen Stadt Noordwijk aan Zee wurde nun die Gleitschienen-Technologie von Euro Verbau erfolgreich für solche Einsätze getestet.

Direkt an der Nordseeküste gelegen, auf halben Weg von Amsterdam nach Den Haag, ist Noordvijk aan Zee bekannt als Seebad und „Blumenbadeort“. Die Lage direkt am Meer sorgt vor allem in den niederschlagsreichen Wintermonaten allerdings für zu viel Wasser: Große Regenmengen versickern kaum und haben mitunter Überschwemmungen zur Folge. Deshalb hat sich die Stadt entschieden, bei der Neugestaltung des Parallel Boulevard, der als wichtige Verkehrsader mitten durch den Ort verläuft, auch eine Drainage im Boden zu verlegen. Diese soll das Grundwasserniveau besser regulieren und große Regenwassermengen schneller ableiten.

Einrütteln unmöglich
Da der Ort sprichwörtlich auf Sand bzw. auf Grobschluff gebaut ist, stellten die Tiefbauarbeiten in 6 Meter Tiefe eine echte Hürde dar: Durch die verdichtete Bebauung in der Umgebung ist das Einrütteln von Dielen unmöglich. Um eine technologische Alternative zu entwickeln, wandte sich die Stadt Noordwijk aan Zee an Marco Verstraaten, der als Vertriebsleiter den Beneluxraum betreut. Dabei sollte die technische Alternative drei Voraussetzungen erfüllen: setzungsarmes Arbeiten, optimale Sicherheit und keine Beeinträchtigung der vorhandenen Bausubstanz entlang des Parallel Boulevard.

Verstraaten empfahl ein Gleitschienensystem, bei dem einzelne Platten und Schienenpaare eine geschlossene Verbaueinheit bilden und ein reibungsloses Arbeiten bis in 8 Meter Tiefe ermöglichen. Nach einer Besichtigung von Baustellen in Deutschland startete die Testphase in Nordwijk aan Zee mit dem System DGPV 6000. „Das Doppel-Gleitschienensystem Parallel Verbau mit 6000 mm langen Gleitschienen bietet eine hohe Festigkeit und Biegesteifigkeit des Rahmens und kann nahezu ohne Setzung in bis zu 6 Meter Tiefe eingebracht werden“, so Verstraaten.

Zu Testzwecken wurde im Ortskern von Noordvijk aan Zee ein 12 Meter langer, 4 Meter breiter und 6 Meter tiefer Schacht im sandigen Grobschluff ausgehoben und mittels DGPV 6000 befestigt. Damit wollte die Stadt untersuchen, ob der Schacht mit dieser Technologie trocken gehalten werden kann, und ob die Setzung den vorab gemachten Berechnungen entspricht. Hierfür wurden schon während der Tiefbauarbeiten die entsprechenden Messungen vorgenommen.

Minimale Setzwerte
Die gesamte Testphase wurde nicht nur von den Projektpartnern intensiv begleitet, sondern auch von interessierten Bauunternehmen, die das Gleitschienensystem live erleben und sich gern an der geplanten Bautätigkeit beteiligen möchten.
Auch nach mehreren Tagen zeigte sich, dass die Verbauplatten den Grobschluff zuverlässig aus dem Schacht hielten, so dass das Grundwasser gut abgepumpt werden konnte. Es hat sich herausgestellt, dass die Setzwerte bei allen Tätigkeiten direkt neben dem Graben minimal waren. In einigen Meter Entfernung wurden gar keine Setzungen gemessen.

Mit den gemessenen Daten und dem Testergebnis zeigte sich auch Marco Verstraaten sehr zufrieden: „Das DoppelGleitschienensystem Parallel DG PV hat die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern teilweise übertroffen.“ Dabei bietet das System auch noch weitere Vorteile für praktische Bauausführung: Die Aussteifungen zwischen den Schienen können auf vier verschiedene Positionen befestigt werden und vergrößern so die Flexibilität auf der Baustelle. Damit sind große Rohrdurchführungen genauso möglich wie zusätzliche Stabilisierung mit weiteren Kanalstreben.

In Anbetracht der gewonnenen Erfahrungen und der gemessenen Werte waren sich die Beteiligten einig, dass das eingesetzte System für diese Gegebenheiten die beste Lösung ist.

Weitere Informationen unter www.euroverbau.de